Workshop „Von digitalen Korpora zu Forschungsdaten in der KMW“ am 29.05. in Leipzig

By | 2. April 2026

Am 29. Mai 2026 veranstaltet der FID Media einen Workshop für die Forschungscommunity in Leipzig. Die Teilnahme ist offen für alle Interessierten und – wie alle Angebote des FID Media – kostenlos. Registrieren Sie sich jetzt unter diesem Link!

Titel: Von digitalen Korpora zu Forschungsdaten in der Kommunikations- und Medienwissenschaft: Verantwortung, Methoden, Infrastrukturen
Datum und Ort: 29. Mai 2026 von 10 bis 16 Uhr im Vortragssaal der Bibliotheca Albertina (Beethovenstr. 6, 04107 Leipzig)

Der Workshop steht unter der Leitfrage: Was bleibt von digitalen Kommunikationskorpora nach Projektende und wie kann ihre wissenschaftliche Nachnutzung verbessert werden?

Beschreibung: Digitale Kommunikationsräume, von Social-Media-Plattformen über Messenger-Dienste bis hin zu digitalen und digitalisierten Zeitungsarchiven, erzeugen eine Vielzahl potenzieller Forschungsdaten für die Kommunikations- und Medienwissenschaft. In vielen Projekten entstehen daraus umfangreiche digitale Korpora. Nach Projektende bleiben diese jedoch häufig schwer auffindbar und nur eingeschränkt nachnutzbar, etwa aufgrund urheber- und datenschutzrechtlicher Rahmenbedingungen sowie komplexer technischer Anforderungen an ihre Reproduzierbarkeit. Der Workshop nimmt diese Herausforderungen zum Ausgangspunkt und diskutiert, wie digitale Kommunikationskorpora erhoben, dokumentiert und wissenschaftlich nachnutzbar gemacht werden können. Dabei sollen sowohl methodische als auch epistemische Fragen der Datafizierung von Kommunikation behandelt werden. Ein besonderer Fokus liegt auf den Bedingungen, unter denen digitale Korpora – auch wenn sie häufig nicht vollständig archiviert werden können – durch einheitliche Dokumentation und Vernetzung noch größere analytische Mehrwerte für die Kommunikations- und Medienwissenschaft liefern können, sowie auf der Frage, welche Rollen Forschungsinfrastrukturen dabei künftig spielen können.

Programm:

Registrierung, Kaffe (9:00-10:00)

Begrüßung (10:00-10:15)

Panel 1 (10:15-12:15)
Titel: „Von digitaler Kommunikation zu Korpora für die Forschung“
Leitfragen: Wie werden Spuren digitaler Kommunikation und digital(isiert)e journalistische Inhalte zu Forschungsdaten – wie prägen methodische, epistemische und praktische Entscheidungen diesen Prozess und welche Potenziale für neue Perspektiven birgt er?
Referent:innen:
Katharina Kinder-Kurlanda (D!ART Universität Klagenfurt; CAIS): Titel folgt
Eric Koenen (ZeMKI Bremen) zu epistemischen Fragen der Digitalität und Digitalisierung ;
Vanessa Angenendt (Universität Duisburg-Essen) zu Datenspenden und Misogynie in Chat-Kommunikation

Mittagsbuffet im Vorraum (11:45-12:45)

Panel 2 (12:45 – 14:15)
Titel: Vom Korpus-Silo zur nachnutzbaren Forschungsdatenlandschaft
Leitfragen: Warum verschwinden digitale Korpora nach Projektende und wie kann ein nicht vollständig teilbarer Korpus trotzdem auffindbar, zitierbar und für Synergien nutzbar werden?
Referent:innen:
Vincent Fröhlich (Universität Erlangen-Nürnberg): Infrastrukturelle Bedarfe der Social-Media-Forschung zu Rechtsextremismus und Verschwörungstheorien
Birte Kuhle (CAIS): Titel folgt
Philipp Knöpfle (IfKW der LMU München) zu Replizierbarkeit von CCS-Studien

Kaffepause (14:15-14:30)

Panel 3 (14:30 – 16:00)
Titel: Vernetzte Kommunikationskorpora analysieren – neue Erkenntnispotenziale und Fallstricke für die KMW
Leitfragen: Welche Voraussetzungen müssen Daten erfüllen, damit CCS Analysen überhaupt valide sind? Welche neuen Analyse- und Erkenntnispotenziale entstehen, wenn digitale Kommunikationskorpora auffindbar, gut dokumentiert, und verknüpfbar werden?
Referent:innen:
Marko Bachl (FU Berlin, Weizenbaum Institut) zu Bias und epistemische Konsequenzen von CCS;
Jakob Jünger (IfK der Universität Münster) Titel folgt
N.N.

Abschlussdiskussion (16:00-16:15)